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Erste Übungen


Ich begann mit der Übungspraxis, die ich schon vor einigen Jahren, nachdem ich das erste Mal aus Indien von einem 21-tägigen Schweigeprozess zurückgekehrt war, ausprobiert hatte. Eine Meditation auf die einzelnen Chakren mit Licht und Klang.

Letzte Woche hatte ich den ersten Traum, der zur Meditationspraxis passte. Tagsüber war ich bei der Physiotherapie. Die Therapeutin hatte intensiv an meiner rechten Schulter gearbeitet. Im Traum warf jemand etwas nach meiner rechten Schulter und sie löste sich auf, auch ein Teil vom rechten Oberarm. Während ich rannte, um den Peinigern zu entkommen, regenerierten sich die fehlenden Teile von selbst. Der Körper war wieder ganz.

Gestern morgen ereignete sich ein körperliches Phänomen. Ich war noch im Traum als ich plötzlich ein sonderbares Körperempfinden bemerkte. Es war wie ein Zusammenziehen im Bereich von Bauchdecke und Brustkorb, das aber auch ausstrahlte. Aus dem Traum heraus wurde mir klar, dass mein realer Körper diese Empfindungen hatte und ich richtete die Aufmerksamkeit darauf. Dann bemerkte ich ein Ziehen an meinen Beinen. Die Beine wurden hochgehoben (die feinstofflichen), nach links gezogen, um schließlich nach rechts geworfen zu werden, so dass ich den Körper "verließ". Nun lag ich rechts von meinem realen Körper in einem 90° Winkel. Da ich Erfahrungen dieser Art schon hatte, machte mir das alles keine Angst. Ich ließ mich fallen. Im Fallen hörte ich von draußen das morgendliche Vogelgezwitscher und gleichzeitig in meinem linken Ohr einen himmlisch klingenden Chorgesang. Das ganze dauerte nicht mehr als 1 Minute, dann wachte ich vollständig auf.

Mein Herz raste wie wild. Es war ein Rasen wie ich es noch nie erlebt hatte. Wann immer ich zuvor diese Art Erfahrungen gemacht hatte, diesmal reagierte der Körper mit Angst.

Ich praktizierte nach dieser Erfahrung am Morgen keine Meditation. Tagsüber ließ ich dann und wann die Aufmerksamkeit durch die Chagrin wandern. Als ich schließlich mitten in der Nacht auf dem Rücken liegend aufwachte, stellte sich erneut das merkwürdige Gefühl auf Bauchdecke und Brustkorb ein. Diesmal allerdings pochte mein Herz noch stärker und ich spürte Angst. Obwohl ich mich in den letzten Wochen reichlich belesen hatte zum Kundalini-Phänomen und wußte, dass solche Erfahrungen zum Prozess gehören könnten, tauchten Angstgedanken auf, die das Herzrasen verstärkten. Plötzlich war ich nicht mehr sicher, ob ich mich für den richtigen Weg entschieden hatte. 

Ich wollte das es aufhörte. Ein Versuch über beruhigenden Atem hatte eher den Gegenteiligen Effekt. Es war als ob ich mich in einen Vorgang einmischte, von dem ich nichts verstand. Also drehte ich den Körper auf den Bauch und bat in einem inneren Monolog die Kraft, sich zu beruhigen und mich schlafen zu lassen. Einige Zeit lag ich so und lauschte dem Ausklingen des beschleunigten Herzklopfens. Kältewellen zogen währenddessen über den Körper. Lange lag ich wach. Als ich erneut aufwachte auf dem Rücken liegend, stellte sich das Phänomen erneut ein. Bevor es an Kraft gewinnen konnte, drehte ich mich in Seitlage, was es beruhigte.

Ich mache mir nun Gedanken darüber, wie ich den Prozess in meinen Alltag integrieren kann. Zwar gibt es viele Freiräume, aber da ich nichts vergleichbares jemals erlebt habe, bin ich einfach unsicher, wie ich insbesondere meine Arbeit und den Prozess zusammenbringen kann.

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