Über die Jahreswende hielt ich mein fünftes Dunkelretreat ab. Mehrere Tage zog ich mich allein in die Stille eines völlig abgedunkelten Raumes zurück. Für mich waren all diese Zeiten in den letzten Jahren immer eine ganz besondere Phase gewesen. Mich zu erleben und zu entdecken, welche Erfahrungen auftauchen, wenn die Welt "verschwand".
Im letzten Retreat hatte ich erstmals einen luziden Traum, der mich sehr berührte, weil in ihm ein Symbol auftauchte, das mich schon viele Jahre begleitet. Der Traum begann mit einem Regenbogen, den ich bereits in den ganzen Tagen des Retreats in den Meditationen wahrgenommen hatte. Während ich ihn meditativ immer nur vage vor einem dunklen Hintergrund wahrgenommen hatte und mich manchmal sogar gefragt hatte, ob er überhaupt da sei, leuchtete er im Traum vor einem strahlend blauen Himmel.
Nachdem ich durch den Regenbogen erkannte, dass ich träume, begann ein langer Flug über Landschaften. Schließlich landete ich auf einem Haus. Begegnete dort Menschen, bis ich irgendwann merkte, dass meine Begleiter, mich nicht wieder zum Ausgang bringen wollten. Also suchte ich einen Fluchtweg, den ich in einem Fenster fand. Ich kletterte hinaus von einer Frau verfolgt. An der Hauswand stand ich nun und plötzlich fragte ich mich, was wenn ich doch nicht träume? Was wenn ich mich jetzt fallen ließ und unten aufschlagen würde? Irgendetwas in mir entschied sich zu vertrauen. Also ließ ich die Hauswand los und fiel mit dem Rücken nach unten abwärts. Im Fallen und Fliegen tauchte am Himmel erneut ein Regenbogen auf und zugleich eine Blume des Lebens. Als ich diese Symbole wahrnahm durchfluteten mich eine große Freude und ein stilles Lachen.
Der Traum ging noch ein wenig weiter. Doch dieser Abschnitt war für mich am gefühlsintensivsten.
Im weiteren Verlauf des Retreats dachte ich diesmal viel über Gott und den Urgrund des Seins nach. Mir enthüllte sich durch Einsichtsprozesse, was ich jahrelang nicht wirklich zu verstehen vermochte. Bei Osho hatte ich einmal gelesen: "Du wurdest nie geboren. Deshalb kannst Du auch nicht sterben." Irgendwie verstand ich es nun.
Durch verschiedene Erfahrungen wie Außerkörperlichkeit hatte ich bereits gelernt, die materialistische Natur des Menschseins zu hinterfragen. Die Fragen: Was ist der Anfang von allem, das existiert? Welche Kraft hat die Welt und das Leben erschaffen? führten mich nun zu der rein kognitiven Erkenntnis, dass alles, was wir als existent erfahren, in etwas größerem geborgen ist. Von manchen wird dieses Größere "Gott" genannt. Es ist der erste Urgrund, dessen Ursprung vermutlich niemand wissen kann und auch nicht, was hinter ihm liegt.
Bilder von einem Universum tauchten auf, hinter dessen Grenze kein Blick reichen würde. Und selbst wenn ein Blick gelänge, würde sich auch an das dort Erfahrene ein weiterer Raum anschließen und so würde es ewig weitergehen. Kein Wissenkönnen würde in all diese Räume je hineinreichen. Ob in Erleuchtung alles erfahren werden kann - ich weiß es nicht.
In meiner imaginativen Erfahrung enthüllte sich Gott als der Raum, in dem die Welt entstanden war. Gott war der Anfang und Gott würde das Ende sein. Als würde diese Kraft alles hervorbringen als eine Verkörperung von sich selbst. Auf die gleiche Weise konnte ich mir Situationen und Wesen vorstellen, die nicht existierten. Ich konnte ihnen eine auf meinen imaginativen Raum begrenzte Existenz verschaffen. Gott schien über die Fähigkeit zu verfügen, Wesen zu erschaffen, die sich als scheinbar unabhängiges Ich mit einem auf dieses Ich bezogenes Leben erfahren konnten. Doch wie sollte ein Ich existieren, in dem die Schöpfungskraft selbst nicht wohnte? Also wohnt Gott im Menschen, so wie der Mensch in Gott wohnt?
Obwohl dies alles natürlich nur Gedanken waren, haben sie in mir jedoch ein tiefes Gefühl von Wahrheit und Erleichterung hinterlassen.
Im Nachgang zu diesen Einsichten, tauchte in mir das Bedürfnis auf, wieder neu spirituelle Texte zu lesen. Ich begann mit Eckhart Tolle, Williges Jäger, Anthony de Mello. Bis ich schließlich John Selbys Buch "Kundalini" in die Hand nahm. Das war vor etwa drei - vier Wochen. Seitdem praktiziere ich wieder, um diese große Kraft anzuregen, sich in mir zu entfalten.
Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich binnen kurzer Zeit schon im Kontakt mit dieser verborgenen Kraft sein würde. Das ist Anlass und Anliegen dieses Blogs. Über meine Erfahrungen auf dem Weg zu schreiben.
Im letzten Retreat hatte ich erstmals einen luziden Traum, der mich sehr berührte, weil in ihm ein Symbol auftauchte, das mich schon viele Jahre begleitet. Der Traum begann mit einem Regenbogen, den ich bereits in den ganzen Tagen des Retreats in den Meditationen wahrgenommen hatte. Während ich ihn meditativ immer nur vage vor einem dunklen Hintergrund wahrgenommen hatte und mich manchmal sogar gefragt hatte, ob er überhaupt da sei, leuchtete er im Traum vor einem strahlend blauen Himmel.
Nachdem ich durch den Regenbogen erkannte, dass ich träume, begann ein langer Flug über Landschaften. Schließlich landete ich auf einem Haus. Begegnete dort Menschen, bis ich irgendwann merkte, dass meine Begleiter, mich nicht wieder zum Ausgang bringen wollten. Also suchte ich einen Fluchtweg, den ich in einem Fenster fand. Ich kletterte hinaus von einer Frau verfolgt. An der Hauswand stand ich nun und plötzlich fragte ich mich, was wenn ich doch nicht träume? Was wenn ich mich jetzt fallen ließ und unten aufschlagen würde? Irgendetwas in mir entschied sich zu vertrauen. Also ließ ich die Hauswand los und fiel mit dem Rücken nach unten abwärts. Im Fallen und Fliegen tauchte am Himmel erneut ein Regenbogen auf und zugleich eine Blume des Lebens. Als ich diese Symbole wahrnahm durchfluteten mich eine große Freude und ein stilles Lachen.
Der Traum ging noch ein wenig weiter. Doch dieser Abschnitt war für mich am gefühlsintensivsten.
Im weiteren Verlauf des Retreats dachte ich diesmal viel über Gott und den Urgrund des Seins nach. Mir enthüllte sich durch Einsichtsprozesse, was ich jahrelang nicht wirklich zu verstehen vermochte. Bei Osho hatte ich einmal gelesen: "Du wurdest nie geboren. Deshalb kannst Du auch nicht sterben." Irgendwie verstand ich es nun.
Durch verschiedene Erfahrungen wie Außerkörperlichkeit hatte ich bereits gelernt, die materialistische Natur des Menschseins zu hinterfragen. Die Fragen: Was ist der Anfang von allem, das existiert? Welche Kraft hat die Welt und das Leben erschaffen? führten mich nun zu der rein kognitiven Erkenntnis, dass alles, was wir als existent erfahren, in etwas größerem geborgen ist. Von manchen wird dieses Größere "Gott" genannt. Es ist der erste Urgrund, dessen Ursprung vermutlich niemand wissen kann und auch nicht, was hinter ihm liegt.
Bilder von einem Universum tauchten auf, hinter dessen Grenze kein Blick reichen würde. Und selbst wenn ein Blick gelänge, würde sich auch an das dort Erfahrene ein weiterer Raum anschließen und so würde es ewig weitergehen. Kein Wissenkönnen würde in all diese Räume je hineinreichen. Ob in Erleuchtung alles erfahren werden kann - ich weiß es nicht.
In meiner imaginativen Erfahrung enthüllte sich Gott als der Raum, in dem die Welt entstanden war. Gott war der Anfang und Gott würde das Ende sein. Als würde diese Kraft alles hervorbringen als eine Verkörperung von sich selbst. Auf die gleiche Weise konnte ich mir Situationen und Wesen vorstellen, die nicht existierten. Ich konnte ihnen eine auf meinen imaginativen Raum begrenzte Existenz verschaffen. Gott schien über die Fähigkeit zu verfügen, Wesen zu erschaffen, die sich als scheinbar unabhängiges Ich mit einem auf dieses Ich bezogenes Leben erfahren konnten. Doch wie sollte ein Ich existieren, in dem die Schöpfungskraft selbst nicht wohnte? Also wohnt Gott im Menschen, so wie der Mensch in Gott wohnt?
Obwohl dies alles natürlich nur Gedanken waren, haben sie in mir jedoch ein tiefes Gefühl von Wahrheit und Erleichterung hinterlassen.
Im Nachgang zu diesen Einsichten, tauchte in mir das Bedürfnis auf, wieder neu spirituelle Texte zu lesen. Ich begann mit Eckhart Tolle, Williges Jäger, Anthony de Mello. Bis ich schließlich John Selbys Buch "Kundalini" in die Hand nahm. Das war vor etwa drei - vier Wochen. Seitdem praktiziere ich wieder, um diese große Kraft anzuregen, sich in mir zu entfalten.
Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich binnen kurzer Zeit schon im Kontakt mit dieser verborgenen Kraft sein würde. Das ist Anlass und Anliegen dieses Blogs. Über meine Erfahrungen auf dem Weg zu schreiben.
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